Aarhus 

 Die zweitgrößte Stadt in Dänemark kennen nicht viele. Nach Kopenhagen hört es beim Dänemark-Geografie-Wissen nämlich schnell auf. Schade eigentlich, denn diese Stadt direkt an der Ostsee ist wirklich ein wunderschöner Fleck, den man sich unbedingt ansehen sollte. Hier findet ihr ein paar Tipps abseits der Klassiker, die Suchmaschinen sonst so ausspucken. 


 Bei gutem Wetter: Schnapp dir ein Fahrrad (ich habe meines über Donkey Republic gemietet – geht ganz unkompliziert online) und fahr die Küste entlang. Der Bellevue Beach ist wunderschön, auch um die Küste zu beobachten. Vielleicht hast du Glück und siehst einen Marsvin oder wie man in deutsch sagt, einen gewöhnlichen Schweinswal.

Bei schlechten Wetter

 Die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Fahrradtour machst, ist allerdings geringer als die Chance auf Regen. Daher hier ein paar Tipps fürs Drinsitzen sowie Essen und Trinken. Generell sollte man beachten, dass die Dänen sehr früh zu Abend essen und manche Restaurants bereits wieder um 21 Uhr schließen. 

Heißgetränk und Gepäck im La Cabra und La Cabra Bakery 

Unsicher, ob es sich hier noch um einen Geheimtipp handelt – aber es geht einfach nicht, dass ihr in Aarhus seid und nicht an einem dieser Orte wart. Daher schreibe ich es zur Sicherheit noch einmal hier hinein: Entweder gemütlich im klassisch-schlicht skandinavisch designten Café abhängen oder euch bei der Bäckerei etwas Leckeres mitnehmen. 

Moules Frites essen im OliNico

 Das Restaurant ist schlicht gestaltet, man bestellt an der Bar und holt sich sein Getränk selbst aus dem Kühlschrank. Die Muscheln gehören allerdings zu den besten, die ich je gegessen habe – und ja, auch die Pommes sind ein Gedicht. Wenn ihr keine Muscheln mögt, gibt es zum Beispiel auch sehr gute Fish and Chips. 

Das Café am Hafen Jumbo  
Ebenfalls ein klassisches dänisches Café mit super guten Gepäck und sehr guten Kaffee. Große Empfehlung hier die: kardamom snurre. 

Was gibt es noch? 

 Die Aarhus Docklands entwickeln sich derzeit zu einem neuen, hippen Stadtviertel. Gestartet vor ein paar Jahren als Neubauprojekt, siedeln sich hier inzwischen immer mehr Restaurants und Bars an. Es entstehen Badestellen, und das Viertel wird von Jahr zu Jahr lebendiger. Da sich seit meinem Besuch sicherlich schon wieder einiges verändert hat, empfehle ich einfach, selbst einmal vorbeizuschauen.

Studentenbars bzw. einfach entspannte Bars, die eigentlich immer gut gefüllt sind, wären: Ris Ras Filliongongong (konnte man 2024 noch drin rauchen) und das Lecoq

Super zum Remote arbeiten: Dokk1 
 Eine Mischung aus Café, Bibliothek, Kunstausstellungen und Spielplatz – dieser Ort eignet sich wirklich hervorragend, um ein paar Dinge am Laptop zu erledigen. Außerdem lohnt sich ein Besuch allein schon wegen des großartigen Blicks auf den Hafen und des beheizten Gebäudes an kalten Tagen. Eintritt zahlt man keinen, man kann einfach dort sein. 

Warum liegt hier Zimt?

Diese Frage habe ich mir tatsächlich mehr als einmal gestellt, als ich durch Aarhus und vor allem durch das Studentenviertel gelaufen bin. Die Antwort habe ich damals halb betrunken in einer Bar bekommen – für euch gibt es sie heute ganz nüchtern von Google.
 In Dänemark gibt es einen spielerischen Geburtstagsbrauch für alle, die 25 Jahre alt werden und noch nicht verheiratet sind: Freunde – und häufig auch die Familie – ziehen das Geburtstagskind nach draußen, binden es an einen Laternenpfahl oder etwas Ähnliches und bestreuen es großzügig mit Zimt. Ich lass das ach einfach mal so stehen.