Schweden und Norwegen
Von Stockholm (Schweden) bis nach Navik (Norwegen) mit dem Zug und dann Nordlichter zu Silvester sehen. Das war der Plan. Die Umsetzung war etwas anders...
Schienenersatzverkehr bei - 20 Grad
Bereits vor unserer Reise wurden wir informiert, dass wir die Zugreise so wie geplant nicht umsetzen können. Es sollte Schienenersatzverkehr zwischen Kiruna und Abisko geben, da auf der Strecke ein Güterzug entgleist war und man diesen bis zum Sommer nicht bergen konnte (nichts Ungewöhnliches).
Was soll ich sagen: Der Schienenersatzverkehr hat einfach funktioniert. Der Zug hielt am frühen Morgen in Kiruna, die Busse standen bereit und dann ging es weiter nach Abisko.
Nach ein paar Nächten in Abisko war geplant, weiter nach Narvik mit dem Zug zu fahren. Der Zug fuhr dann allerdings nicht, weil es zu kalt war (warum genau, ist unklar – das war zumindest die Aussage). Somit sind wir erneut mit dem Bus gefahren. Und lasst es euch gesagt sein: Auf einen Bus 20 Minuten bei −20 Grad zu warten, ist kalt.
Im Allgemeinen habe ich dort eine neue Kälte kennengelernt – eine Kälte, die die Nasenhärchen gefrieren lässt. Wieder aufgetaut haben wir es dann schließlich nach Narvik geschafft.
Aber wie war die Reise, was kann ich empfehlen und haben wir die Nordlichter gesehen? Schaut unten …
Vorher aber zu den Polarnächten
Wenn ihr einmal die Chance habt, das zu erleben, dann macht es! Es ist irgendwie unglaublich, wenn es nur ganz kurz dämmert, für etwa drei Stunden leicht hell wird und es dann bereits gegen 13 Uhr wieder dunkel ist.
Das schafft eine ganz neue Wertschätzung für Licht und Wärme – und wahrscheinlich am meisten für Zeit. Es ist einfach großartig, die wenigen hellen Stunden draußen zu verbringen und sich danach in die Sauna zurückzuziehen, zu lesen oder einfach mal die Bilder auf deinem Handy auszusortieren.
Eine wirklich sehr entschleunigende Erfahrung.