Yucatán-Halbinsel
Der erste Gedanke war: Oh nein, in welcher Touri-Hölle bin ich hier gelandet?
Aber die Schönheit der Region ist trotzdem noch da. Wenn man ein eigenes Auto hat und einfach ein Stück abseits der Massen fährt, findet man sie auch ganz gut.
Frühstücken im Local Coffee + Shop
Puerto Morelos an sich ist sicher kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem haben noch nicht alle hierher gefunden. Das Café Local Coffee + Shop bietet jetzt nicht die authentische mexikanische Küche, dafür aber richtig gutes Frühstück, leckere Shakes und großartigen Kaffee. Wenn du also mal genug von Tacos und Bohnen zum Frühstück hast, bist du hier genau richtig.
Entdecke einen Teil des Sian Ka'an Nationalpark die Laguna Muyil
Ich habe hier geparkt. Der Parkplatz ist zwar nicht kostenlos, liegt aber direkt an der Lagune, wo man auch Bootstouren buchen kann. Der Ausflug kostet ca. 45 € pro Person – nicht billig, aber nach meiner Recherche auch nicht günstiger zu bekommen.
Die Tour läuft so ab: Zuerst fährt man mit dem Boot durch zwei Lagunen, danach floatet man mit einer Schwimmweste selbst einen kleinen, langsamen Fluss entlang, und am Ende sieht man eine kleine Ruine (angeblich von den Mayas gebaut).
Ohne Tour macht es aber keinen Sinn hinzufahren – vom Ufer aus sieht man kaum etwas und es wirkt nicht wirklich beeindruckend.
Tipp: Lange Kleidung oder Schutzkleidung tragen, da in der Lagune kein Sonnenschutz erlaubt ist, um das Ökosystem zu schützen.
Den anderen Teil des Sian Ka'an Nationalpark ansehen bis zur Boca Paila Brücke und aufgeben
Der Sian Ka'an Nationalpark hat zwei Zufahrten: einmal über die Lagune und einmal entlang des Meeres. Beides an einem Tag zu schaffen ist auf der Karte machbar, in der Realität aber wirklich nur, wenn man sehr früh losfährt und gut mit Schlaglöchern umgehen kann.
Mein Plan war, bis zum Fischerort Punta Allen zu fahren und dort schnorcheln zu gehen. Nach einer Stunde – mehr Schlagloch als Straße – habe ich an der Brücke, wo Lagune und Meer zusammentreffen, aufgegeben.
Die Strecke dorthin ist abgesehen von der Straße an sich sehr schön. Man fährt erst ein Stück an Resorts und einem kleinen Touri-Gebiet vorbei, dann kommt man in Palmenwälder mit dem Meer ganz in der Nähe der Straße. An einigen Stellen kann man parken und am langen Strand spazieren – das ist wirklich wunderschön. Auch die Brücke selbst ist von der Natur her beeindruckend: Ich habe Pelikane und Krokodile gesehen.
Wenn man einen ganzen Tag einplant und das Wetter gut ist, schafft man es sicherlich bis ans Ende der Straße, nach Punta Alle. Ich hatte nur einen halben Tag, mittelmäßiges Wetter und einen sehr billigen (nicht so gut versicherten) Mietwagen ;).
Cenoten
Eine Cenote ist ein natürliches Wasserloch, das durch den Einsturz von Kalkstein oder Höhlendecken entstanden ist und meist kristallklares Süßwasser enthält. Und JA du solltest unbedingt mindestens eine gesehen haben.
Cenote Suytun
Sicherlich eine der Instagram-tauglichsten Cenoten – und zudem wirklich wunderschön. Man muss eine Schwimmweste tragen, was den Insta-Charme im Wasser etwas mindert, aber insgesamt ist es trotzdem cool, einfach entspannt herumzutreiben und die Höhlendecke zu bestaunen.
Bevor man die Cenote betritt, muss man duschen. Daher sind Flip-Flops oder Wasserschuhe ein kleiner Geheimtipp, damit man den Schotterweg zur Cenote nicht ewig braucht.
Wie viele Menschen sich dort aufhalten, macht sicher einen großen Unterschied. Ein Erlebnis ist es aber auf jeden Fall – für das Foto habe ich etwa fünf Minuten angestanden.
Cenote Elvira
Es wirkt am Anfang wie ein kleiner Freizeitpark, und ich muss sagen, ich weiß nicht, wie voll es dort in der Hauptsaison ist. Wir hatten die gesamte Cenote jedoch komplett für uns allein. Eine Schwimmweste kann man nutzen, muss man aber nicht; dafür unterschreibt man am Eingang, dass man niemanden verklagt, falls etwas passieren sollte.
Neben der Treppe in die Cenote gibt es außerdem die Möglichkeit, durch den Höhleneingang – also das Loch, durch das das Wasser in die Cenote fließt – hinunterzuspringen (ca. 7 Meter). In der Höhle leben Fledermäuse, die man wunderbar vom Wasser aus beobachten kann, wie sie kopfüber an der Decke hängen.
Seven Eleven - Klammeraffen
Ein etwas ungewöhnlicher Tipp: Als wir hier hielten, wurden wir von Klammeraffen begrüßt — vermutlich, weil sie von Leuten, die im Supermarkt einkaufen, gefüttert werden. Das ist an sich nicht so ideal, aber gerade deshalb hat man die Chance, diese Tiere (wenn auch in mehr oder weniger „freier Wildbahn“) zu sehen. Hier
Chichén-Itzá
Der „One-Dollar-Tempel“. Vorweg: Der Tempel selbst ist beeindruckend, keine Frage. Aber rundherum stehen unzählige Souvenirstände, an denen Händler kleine Statuen, große Statuen, Maya-Kalender, Handtücher, T-Shirts, Magnete und alles Weitere verkaufen, was das Touristenherz begehrt. Der Leitspruch lautet überall: „One dollar, come see, just one dollar.“ Dieser Ort könnte an sich sicherlich magisch sein, ist es aber definitiv nicht, wenn man ununterbrochen dieses „one dollar“ hört.
Es gibt dort jedoch einen Starbucks sowie im Park selbst weitere Gastronomie. Außerdem bekommt man Mac and Cheese, die man mit Blick auf den Tempel genießen kann.
Das eigentliche „Event“ beginnt allerdings schon weit vor dem Tempelgelände, denn man wird von zahlreichen Leuten angehalten, die einem eine Tour durch den Park verkaufen wollen. Parken ist kein Schnäppchen, und auch der Eintritt ist teuer. Ich würde es nicht noch einmal machen. Wenn ihr aber schon dort seid: Wir haben bei der Lonchería Fabiola gegessen, und die Panuchos sowie alle weiteren Gerichte waren ein Traum.